törichtes Weib 2 // 7-6-17

Bücher… Nachschlagewerke… Briefe?

~von 2008 (?) da hab das Büchlein gemacht…~

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Wie sich doch die Zeiten ändern…

Früher… ganz früher! … drehte sich alles um Bücher. Sie unterhielten, man hatte große Lexika zum Nachschlagen, um fremde Sprachen zu verstehen gab es Wörterbücher.

Heute nun liegen in einem Regal die VERSTAUBTEN englischen Wörterbücher neben anderen Nachschlagewerken … ich hab sie seit vielen Jahren nicht mehr in der Hand gehabt.

Alles was ich wissen möchte (und noch sehr viel mehr) kann ich in Sekundenschnelle im Internet erfahren. Übersetzungen gibt es praktisch heute automatisch… um den Sinn zu verstehen reichen sie meistens.

Wie klein ist doch die Welt geworden. Da kann ich mich ohne große Probleme  fast in Echtzeit mit Menschen auf der anderen Seite der Welt austauschen… irgendwie ist das immer noch ein Wunder für mich.

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Man denke nur ans Briefe schreiben… wie ewig lange waren sie oft unterwegs.. und die  Antworten dauerten noch mal so lange. Für die heutigen Menschen undenkbar… die laufenden ganzen Tag mit ihren Telefonen rum, alle paar Minuten wird nach geguckt. Ja, man erwartet eigentlich, das heutzutage jeder Mensch sofort und immer erreichbar ist. (Das will ich nicht für mich und ich sehe auch darin keinen Sinn.)

Ich hab seit vielen Jahren keinen Brief mehr geschrieben, meine Handschrift kann ich selber meistens kaum entziffern. Ich schrieb also mit der Schreibmaschine (die nun auch seit Ewigkeiten unbenutzt  herum steht).

E-Mails sind kein wirklicher Ersatz …die übermitteln (sehr schnell immerhin) die Fakten, mehr nicht. Nein sie können für mich nicht einen beschriebenen Bogen Papier ersetzen, schreib auch kaum mal eine.

(Über alle anderen heute gebräuchlichen Wege, wie Twitter und WhatsApp, kann ich nichts schreiben, kenn ich nicht.)

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Zu Büchern hab ich schon immer ein sehr enges Verhältnis gehabt… ich liebe es sie in der Hand zu halten, sie zu riechen, wertiges Papier umzublättern… ganz besonders wenn sie schön gestaltet sind. Ja doch, auch der Inhalt ist natürlich wichtig.

Ich hab mich den E-Books bisher verweigert und gedenke das auch wohl so beizubehalten. Finde ich einfach nicht erstrebenswert.

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Ich erinnere mich noch als Kind an den großen Brockhaus der bei den Großeltern im Schrank stand, damals wurden immer noch Bände dazu gekauft. Das war eine Investition… die Oma schimpfte oft über das „viele Geld“. – Später dann, der Opa war schon lange tot, starb auch die Oma. Der große Brockhaus ging an einen Onkel, längst nicht mehr wirklich aktuell, (hatte man doch die vielen Ergänzungsbände nicht mehr gekauft)

Noch heute habe ich einige Romane von meiner Oma… ja, ich hab sie alle mehrfach gelesen… und ich freue ich wenn ich sie hin und wieder in die Hand nehmen kann.

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Vieles ist heute einfacher, so vieles war früher nicht möglich. Das finde ich gut und nutze es auch gerne…  aber  manchmal kommt es mir so vor, als wenn die Menschen verrückt geworden sind. Diese Hektik, die unendlich riesige Datenflut die täglich auf einen einprasselt… zu viel… viel zu viel!

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